Die Depotabsicherung – Teil 2
Ferner kann man das Depot mit Zertifikaten absichern. Sobald sich der Geldanleger über die Kursentwicklung seiner Geldanlagen in der kurzen und mittleren Frist nicht sicher ist, so kann der Anleger anstatt dieser Geldanlagen in Discount-Zertifikate anlegen. Die Discount-Zertifikate haben einen Risikopuffer. Dieser Risikopuffer zeigt sich in sog. Discounts auf den aktuellen Aktienkurs des Basiswertes, der bei sog. Deep-Discout-Zertifikaten schon einmal zum Einbruch um bis zu 50 % führen kann, bevor der Geldanleger mit diesen Discount-Zertifikaten einen Verlust erleidet.
Safe-Zertifikate
Die Safe-Zertifikate sind ganz neu auf dem Markt. Die Safe-Zertifikate gibt es momentan auf den Euro Stoxx 50, auf den DAX sowie auf 11 DAX-Werte. Der Geldanleger bekommt bei den Safe-Zertifikaten beim Ablauf der vereinbarten Laufzeit die Aktie mit dem zugrunde gelegten Basiswert oder eine bestimmte Summe ausgezahlt. Das Risiko liegt bei diesen Zertifikaten lediglich so hoch, wie der Unterschied zwischen dem Kaufpreis des Safe-Zertifikats und dem festgelegten Auszahlungspreis zum Ablauf der Laufzeit ist.
Absicherung des Depots mit Optionsscheinen
Der Geldanleger kann sein Depot mit Put-Optionsscheinen komplett vor Kursverlusten absichern. Jedoch benötigt der Anleger sehr gute Kenntnisse über die Charakteristika, Chancen und Risiken von Optionsscheinen haben. Der Anleger muss in Deutschland seine Termingeschäftsfähigkeit belegen. Außerdem muss er mit seiner Unterschrift versichern, dass der Anleger über die Chancen und Risiken von den Optionsscheinen Informationen bekommen hat, bevor er diese zur Depotabsicherung verwenden darf.
Der Put-Optionsschein
Ein Put-Optionsschein funktioniert wie die Wette auf einen fallenden Kurs von einem festgelegten Basiswert. Wenn man den Basiswert in einem richtigen Verhältnis mit dem jeweiligen Put-Optionsschein kombiniert, so kann man bei sinkendem Kurs des Basiswertes den kompletten Kursverlust durch den zeitgleichen Wertanstieg eines Optionsscheins ausgleichen. Jedoch bezahlt hier der Geldanleger mit der Möglichkeit eines sog. Knock-Outs bei sog. Optionsscheinen mit Knock-Out-Schwelle und mit den Risiken eines Zeitwertverlustes.
Die Absicherung des Depots durch das Glattstellen aller Positionen
Die Glattstellung ist die einfachste Option. Man sollte sie immer dann verwenden, sobald der Geldanleger über einen langfristigen Zeitraum nicht auf das Portfolio zugreifen kann und er innerhalb des Zeitraums seine Geldanlegen nicht unbeaufsichtigt lassen will. Sowohl für diese Phasen als auch für schnell veränderlichen Börsenphasen, in welchen der Geldanleger sein Bargeld für einen günstigeren Einstieg ins Börsengeschäft vorhält, sollte der Geldanleger in sichere Anlagen investieren (z. B. Sparkonto, Festgeldkonto, Tagesgeldkonto).
Hier geht es wieder zu Teil 1 “Die Depotabsicherung”
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