Die Zinszertifikate – Wie Investoren vom schwächelnden Euro profitieren können
Seit Dezember 2009 verlor der Euro sowohl zum japanischen Yen als auch zum Dollar und zum britischen Pfund sehr stark an Wert. Jedoch gibt es hier einen positiven Aspekt. Denn die Investoren, welche in Wertpapiere gerade aus diesen Staaten angelegt hatten, können große Währungsgewinne verzeichnen.
Die Zinszertifikate
Nach der Aussage von Mathias Schölzel, der bei der Deutschen Bank tätig ist, sind die Zinszertifikate auf Fremdwährungen die beste Anlageform, um vom schwachen Euro profitieren zu können. Die Zinszertifikate werden an der Börse gehandelt. Es sind Zinsanlagen, bei welchem der Investor den Zugang zu den kurzfristigen Geldmarktsätze von Fremdwährungen bekommt. Man kann es mit einem Fremdwährungskonto vergleichen.
Das Prinzip der Zinszertifikate
Das Prinzip geht folgendermaßen. Die Kursentwicklung von einer Währung wird durch ein Zertifikat abgebildet. Ferner trägt das Zertifikat jeden Tag die kurzfristigen Geldmarktsätze von der jeweiligen Währung zusammen. Weiterhin erfolgt keine Zinsausschüttung, sondern die Zinsen werden vielmehr zum Wert des Zinszertifikats dazu summiert.
Wann man von Zinszertifikaten profitieren kann
Man profitiert von der Anlage in Zinszertifikate immer dann, sobald es ein hohes Zinsniveau gibt und der Währungsverlust sehr niedrig ist oder umgekehrt. In einem idealen Fall steigt der Wert einer Währung von einem Land, in welchem die Zinsen höher sind als in der Euro-Zone, zum Euro. In diesem Fall gibt es nicht nur den Zinsvorteil, sondern es gibt auch Währungsgewinne. Jedoch können im schlimmsten Fall Währungsverluste drohen.
Interessante Schweizer und US-Zinsanlagen
Derzeit sind beispielsweise Zinsanlagen aus den USA und aus der Schweiz sehr interessant. Mit diesen Anlagen fuhren die Investoren in den letzten Monaten hohe Rendite ein. Trotz alledem ist das Zinsniveau in den zwei Staaten geringer als in den Euro-Ländern.
Die guten, aber problematischen Zinszertifikate auf norwegische Kronen
Selbst die Zinszertifikate, welche in norwegische Krone aufgelegt wurden, verzeichnen eine gute Entwicklung. Jedoch müssen hier die Anleger auf den Ölpreis achten. Schließlich gehört die norwegische Krone zu den Währungen, welche erheblich vom Ölpreis abhängig sind. Denn die Öl- und Gasexporte machen etwa 60 % der gesamten Exporte von Norwegen aus.
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