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Anleger wahren Distanz zu Bonds aus Griechenland

am 4. März 2010 – 13:13Kein Kommentar

In den kommenden Tagen muss Griechenland eine Anleihe emittieren. Denn dadurch soll ein Anteil der Verbindlichkeiten refinanziert werden. Jedoch zweifeln viele, dass dies gelingen wird. Die großen Anleger sind sich in Bezug auf den Erwerb der griechischen Bonds noch nicht einig.

Die schwierige Suche nach Käufern für die 10-jährige Anleihe

Die Schuldenagentur in Griechenland gab in der letzten Woche den Zeitpunkt für die erwartete 10-jährige Anleihe für Anfang März an. Griechenland will somit Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt fünf Milliarden Euro in ihrer Bilanz aufnehmen. Jedoch wird die Suche nach den Käufern für diese Anleihe sehr schwierig. Schließlich hatte nicht nur der größte Anleihefonds in Asien, Kokusai Asset Management, sondern auch weitere Fondsgesellschaften Bonds von Griechenland veräußert.

Die problematische Situation für Griechenland

Nach Angaben von Bloomberg würden die Fondsmanager von Griechenland den maximalen Renditeaufschlag im Vergleich zu den deutschen Staatsanleihen seit dem Jahr 1998 fordern: sie verlangen nämlich circa sieben Prozentpunkte. Die Investoren sind aber auch sehr verärgert. Schließlich sank der Kurs der griechischen Anleihe, die im Januar platziert wurde. Der Deka-Fondsmanager Thomas Kirchmair Bloomberg äußerte sich dazu, dass der Kapitalmarkt für Griechenland für längere Zeit geschlossen bleiben kann, sofern sich die Kurssenkung bei der 5-jährigen Anleihe nun bei der kommenden Anleihe wiederholt.

Die Skepsis bei den Großanlegern

Es gibt bei den Großanlegern unterschiedliche Kritiken. Zum Beispiel ist Richard Woolnough ein Fondsmanager der Investmentgesellschaft M & G. Er ist sehr skeptisch, weil die Sachlage nun so aussieht, dass die problematische Situation von Griechenland nicht rasch gelöst werden könnte. Sofern sich die Lage zuspitzt, so kann seiner Meinung nach „Griechenland den Euro verlassen.

Chance zum Investieren soll nun genutzt werden

Dagegen sehen andere Investoren wiederum nun eine Chance zum Investieren. Die griechischen Bonds werden langfristig nicht mit den Vorsprüngen bei der Rendite gehandelt werden wie die Vietnam-Anleihen. Laut dem Geschäftsführer von Agathon, Michael Hallacker, wird die Europäische Union eingreifen und eine „Entlastung kommt in absehbarer Zeit.“. Nach Aussage von Hallacker könne man nun mit den Erwerb von Bonds aus Spanien, Griechenland, Italien und Portugal anfangen.

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