Brenntag: Börsengang noch im 1. Halbjahr
Nun wird wohl bald der größte Börsengang in Deutschland seit dem Sommer vor drei Jahren kommen. Der Chemikalienhändler Brenntag veröffentlichte am Donnerstag, dass das Unternehmen noch im 1. Halbjahr die Erstnotierung an der Börse in Frankfurt durchführen möchte. Dabei kann der Gang an die Börse des Chemikalienhändlers der Größte seit 2007 in Deutschland sein.
Der Zeitpunkt der Erstnotierung
Es gingen bereits in den letzten Tagen Gerüchte herum, dass die Erstnotierung bereits vor Ostern durchgeführt werden soll. Laut den Marktkreisen gab es lange Diskussionen, ob das derzeitige unsichere Umfeld des Marktes für dieses Vorhaben passend sei. Letzten Endes setzte sich die Meinung durch, dass es auf dem relativ einsamen deutschen IPO-Markt entsprechend viel Anlegerinteresse gibt.
Die Emission von Aktien und Abgabe der Anteilsscheine von Altaktionären
Mit der Emission von neuen Aktien sollen 500 Millionen Euro in die Kasse des Unternehmens fließen. Ferner möchten die Altaktionäre Anteilsscheine weggeben. Bei diesen Anteilsscheinen beläuft sich die Einnahme auf circa eine Milliarde Euro. Somit wäre der Chemikalienhändler mit dem Emissionsbetrag von insgesamt 1,5 Milliarden Euro die drittgrößte Emission der letzten Jahre in Deutschland.
Das Konsortium der Erstnotierung und die Verwendung des Betrages
Sowohl die Deutsche Bank als auch Goldman Sachs werden als globale Koordinatoren die Emission von Brenntag begleiten. Außerdem zählt sich neben Merrill Lynch auch noch JP Morgan zu diesem Konsortium dazu. Das Management plant, mit dem Betrag in Höhe von 500 Millionen Euro nicht nur das Eigenkapital zu stärken, sondern auch einen Ausbau der Positionen in Lateinamerika, Osteuropa und Asien durchzuführen. Seit 2007 übernahm der Chemikalienhändler 21 Firmen und in den kommenden Jahren sollen noch weitere Unternehmen dazu kommen.
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