Die Sondergebühren der Banken
Ist der Service bereits mit inbegriffen? Dies ist bei den Banken in Deutschland nicht der Fall. Schließlich lassen sich die Kreditinstitute von ihren Bankkunden für jeden Service einzeln bezahlen. Die Verbraucherschützer kritisieren dies, aber sie können nichts dagegen machen.
Die Suche nach einem Zusatzeinkommen
Nach Angaben der Berliner Verbraucherzentrale fordern die deutschen Kreditinstitute von ihren Bankkunden seit geraumer Zeit immer mehr Gebühren für zusätzliche Dienstleistungen (z. B. Bescheinigungen, Benachrichtigungen). Vermutlich lautet ihr Motto „Auch Kleinvieh macht Mist.“. Somit suchen die deutschen Banken weitere Wege nach zusätzlichem Einkommen. Die Anzahl der Verbraucher, die in solchen Fällen Beschwerde einreichen, steigt immer mehr.
Gebühren für eine Nichtausführung einer Überweisung mangels fehlender Kontodeckung
Beispielsweise fordern die Banken Abgaben für Mitteilungen, sofern eine Überweisung aufgrund des nicht gedeckten Kontos nicht ausgeführt werden kann. In Abhängigkeit der jeweiligen Bank können zwischen 1,50 Euro und drei Euro anfallen. In der Vergangenheit war es aufgrund eines Urteils des BGHs (Bundesgerichtshof) untersagt gewesen, für solch eine Situation eine Gebühr zu verlangen.
Die neue EU-Zahlungsdienstrichtlinie
Vor ein paar Monaten führte man die EU-Zahlungsdienstrichtlinie ein. Deshalb können die Banken einen gewissen Spielraum nutzen, welche offensichtlich einige Banken auch tatsächlich machen. Selbst für die sog. Erträgnisaustellungen, welche so manch ein Kunde für den Fiskus benötigt, würden schon relativ hohe Gebühren eingezogen. Es soll bereits einmal vorgekommen sein, dass einem Kunden dafür 25 Euro belastet worden ist.
Gebühren für Zusatzleistungen der Banken rechtlich abgesichert
Diese Gebühren für gewisse Leistungen der Banken sind rechtens. Die Banken können die Preise in Deutschland laut dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) „nach billigem Ermessen“ alleine bestimmen. Bislang ist es allerdings fraglich, ob diese Gebühren in sämtlichen Fällen auch sachlich angebracht sind. Letztendlich rät die Verbraucherzentrale den frustrierten Bankkunden dazu, sowohl die Preise als auch die Gebühren der Kreditinstitute näher anzusehen und gegebenenfalls zu einer günstigeren Bank zu gehen.
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