Liquiditätsmangel beim Immobilienfonds Degi Global Business
Womöglich ist der offene Immobilienfonds Degi Global Business bald insolvent. Die Fondsgesellschaft Aberdeen Asset Management wertete den Fonds in der vergangenen Woche um 21,6 % ab. Jetzt will man mittels der Veräußerung von Objekten die leeren Kassen auffüllen.
Die Überzeugungsarbeit von Aberdeen
Nun versucht Aberdeen bei den Anlegern Überzeugungsarbeit zu leisten. Schließlich hätte der neu bewertete Immobilienfonds wieder die Möglichkeit auf eine positive Entwicklung. Sobald dies nicht erreicht wird, so muss der Fonds liquidiert werden und das Geld an die Anleger zurückgegeben werden. Man will bis Ende März mit sämtlichen Investoren geredet haben.
Die bislang größte Abwertung
In der letzten Woche wertete den Fonds aufgrund der Schwierigkeiten mit Immobilien in Osteuropa um 21,6 % ab. Dieser Fonds wurde hauptsächlich für die Großinvestoren aufgelegt. Diese große Abwertung bei den offenen Immobilienfonds in der BRD ist bislang das erste Mal in dieser Größenordnung. Aberdeen nimmt bereits seit November aufgrund der Liquiditätsschwierigkeiten keine Anteile vom offenen Immobilienfonds Degi Global Business mehr zurück.
Kaum vergleichbare hohe Wertberichtigungen bei anderen Fonds
Bei den zwei wichtigsten Fonds von Aberdeen Immobilien (Degi Europe, Degi International) erwartet man keine vergleichbare hohe Wertberichtigungen als bei dem Fonds Degi Global Business. Seit November fror man die zwei Fonds total ein. Dies bedeutet, dass man die Anteilsscheine weder zurückgeben noch ausgeben kann.
Fonds sollen liquider gemacht werden
Jetzt arbeitet Aberdeen daran, die Fonds in Form von Veräußerung von Immobilien liquider zu machen, um diese wieder auf machen zu können. Allerdings zog der Immobilienmarkt noch nicht an. Selbst die potentiellen Käufer haben bei der Finanzierung Probleme. Es befinden sich in den Fonds riesige Immobilien, die einen Wert von etwa 200 bis 300 Millionen Euro haben und diese sollen nicht unter dem Preis verkauft werden.
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