Groupamas Expansionspläne
Das Versicherungsunternehmen Groupama aus Frankreich plant einen Börsengang. Anschließend will Groupama mittels Übernahmen in die Top-10 von Europa aufsteigen. Momentan würde es von der Zeit her passen, weil die EU-Kommission die Finanzunternehmen zu einer Konsolidierung auffordern.
Rascher Vollzug des Börsengangs
Groupama könnte den Gang an die Börse rascher vollziehen. Das Versicherungsunternehmen würde sich entgegen den Markttrend bewegen. In den letzten Wochen sagten etliche andere Firmen ihre Börsenpläne ab.
Der Zukauf in Höhe von maximal drei Milliarden Euro
Groupana wollte seinen Gang an die Börse bisher erst dann vollziehen, sobald der Konzern einen Kauf von maximal drei Milliarden Euro ausgeführt hat. Momentan ist aber die Finanzierung von solch einer Größenordnung über die Bank recht problematisch. Deshalb denkt Groupama darüber nach, das Geld für diesen Einkauf an der Börse zu sammeln, um anschließend den Zukauf zu tätigen. Jedoch will das Unternehmen noch keine Stellungnahme dazu machen und bei der Präsentation der Jahresergebnisse könnte der Groupama-Chef eine Aussage dazu machen.
Die Lage von Groupama
In Frankreich ist Groupama mit dem Umsatz in Höhe von 13,4 Milliarden Euro das sechtsgrößte Versicherungsunternehmen und in ganz Europa auf dem 16. Platz. Groupama ist wie Crédit Agricole eine genossenschaftliche Gruppe. An dieser Spitze befindet sich eine Aktiengesellschaft – Groupama S. A. Diese Aktiengesellschaft gehört momentan zu 100 % den Regionalkassen, welche die Versicherten ihr Eigen nennen dürfen.
Relativ großes Auslandsgeschäft
Bis 2012 will Groupama-Chef Azéma das Versicherungsunternehmen unter den Top-10 in Europa sehen. Er erwarb dafür in den letzten Jahren im Ausland einen Wert von 2,7 Milliarden Euro. Heutzutage bezieht der Konzern 30 % der Einnahmen außerhalb Frankreichs. Groupama gibt es in 13 Staaten (z. b. in Spanien, Italien, Großbritannien).
Der Druck von der EU-Kommission
Um nun in die Top-10 von Europa zu kommen, muss das Versicherungsunternehmen wesentlich mehr Umsatz hinzukaufen. Groupama wird jetzt auf die aktuelle Konsolidierungswelle gesetzt. Die EU-Kommission übt Druck auf die Finanzunternehmen aus, sodass sich diese Finanzinstitute von ihrer Aktiva trennen sollen, sofern sie Staatshilfen erhalten hatten. Beispielsweise verkaufte das Finanzunternehmen ING sein Versicherungsgeschäft, da das Unternehmen von den Niederlanden Staatshilfen in Höhe von zehn Milliarden Euro erhalten hatte.
Verwandte Beiträge:
