Öl-Zertifikate als ein strategisches Investment
Der Ölpreis ist sehr volatil, denn der Ölpreis schwankte in den letzten Jahren zwischen 35 US-$ und 145 US-$. Somit muss man das Investment in Öl sehr vorsichtig durchführen. Schließlich muss man bei den Zertifikaten wesentlich mehr Punkte beachten als beim Preis für ein Ölfass. Die Investoren müssen immer das Risiko der Wertpapiere beobachten.
Die Öl-Zertifikate
Die sog. Roll-Kosten gehören zu den wichtigen Faktoren. Dabei legen die Öl-Zertifikate nicht in den Rohstoff an, sondern sie orientieren sich vielmehr an der Entwicklung des Preises von Öl-Futures. Man handelt die Öl-Futures an den Terminbörsen. Es gibt pro Monat in der Zukunft einen Future, welcher die Erwartung wiedergibt, welchen Preis für diesen Rohstoff seitens der Händler zu dem entsprechenden Termin erwartet wird.
Rund um den Liefertermin
Sobald der Liefertermin am Ende des entsprechenden Vormonats näher kommt, so müssen die Investoren so früh wie möglich ihre Entscheidung treffen. Sofern sie sich den Rohstoff liefern lassen, dessen jeweiligen Wert die Anleger in Futures bekommen, so können sie die Futures entweder veräußern oder sie legen das Geld in den nächsten Future an. Das Letztgenannte bezeichnen die Börsianer in Form von „das Investment rollen“.
Die Variante Contango
Häufig ist der darauf folgende Future günstiger. Jedoch war er in den letzten Jahren oftmals teurer als der vorher veräußerte Future. Man bezeichnet diese Form als Contango, was zu Roll-Verlusten führt. Hier reduziert sich die Future-Anzahl, in dem man wieder anlegt und somit gibt es für das selbe Geld weniger Rohstoff.
Die aktuelle Contango-Situation
Selbst momentan gibt es eine Contango-Situation. Sofern man in Rohstoff-Zertifikate anlegt, die längerfristig laufen, so sinkt im Zeitablauf das Performance-Potential der Papiere. Die Anleger bekommen jeden Monat immer weniger Anteile des entsprechenden neuen Rohstoff-Futures. Aufgrund dessen erhöht sich der Wert der Öl-Zertifikate nicht so rasch wie beim Spot-Preis an diesen Märkten und sobald der Ölpreis sinkt, so werden die Preisverluste wegen des Contango-Effekts größer.
Die Investition in Reverse-Bonus-Zertifikate ratsamer
Um dieses Problem zu entgehen, sollte man in sog. Reverse-Bonus-Zertifikate auf Öl anlegen. Die Investoren bekommen bei diesen Zertifikaten eine Bonuszahlung, sofern der Preis für den aktuellen Öl-Futures innerhalb der Zertifikate-Laufzeit nicht einen gewissen Wert überschreitet. Die Investoren können an den fallenden Ölpreisen direkt mit verdienen.
Das Risiko im Blick behalten
Jedoch müssen die Anleger die Risiko von solchen Papieren beachten. In Abhängigkeit des Zertifikats liegt der Sicherheitspuffer zwischen 30 und 50 % zu dem jeweils aktuellen Preis des Öl-Futures. Allerdings können diese Polster wegen der hohen Volatilität des Rohstoffpreises rasch sinken, sobald der Ölpreis rasch steigt.
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