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Spekulationen bei Kreditausfallversicherungen

am 11. Februar 2010 – 11:44Kein Kommentar

Jetzt wetten die Anleger darauf, dass bei den Kreditausfallversicherungen die Risikoprämien ansteigen werden. Diese Prämien auf ausfallenden Darlehen von Ländern wie beispielsweise Portugal, Italien, Griechenland und Spanien sind seit geraumer Zeit tatsächlich auf einen Höchststand gestiegen. Allerdings werden die Credit Default Swaps (kurz: CDS, Kreditausfallversicherungen) heftig diskutiert.

Die Entwicklung der CDS-Prämien und Renditen der Staatsanleihen

Dabei spekulieren die Investoren sowohl gegen die Währung als auch die gegen die Anleihen der schwachen Euro-Länder. Zwar sind die CDS-Prämien nun gesunken, aber sie bleiben dennoch auf einem sehr hohen Niveau. Auch die Renditen der jeweiligen Staatsanleihen verzeichneten aufgrund der anziehenden Kurse teilweise einen großen Rückgang. Bei den CDS handelt es sich um eine Art Versicherung auf Darlehen sowie Anleihen.

Die CDS-Märkte als Krisenindikator

Jedes Jahr bezahlen die Investoren eine Prämie, um sich vor einem möglichen Zahlungsausfall abzusichern. Dabei gelten die CDS-Märkte als ein Indikator für Krisenzeiten. Schließlich reagieren die CDS-Märkte wesentlich rascher auf negative Schlagzeilen, weil man sie besser handeln kann. Zudem sind sie im Vergleich zu den zahlreichen unterschiedlichen Anleihen standardisiert.

CDS: Absicherung und Spekulation zugleich

Hinzu kommt, dass die Credit Default Swaps nicht nur als eine Absicherung dienen, sondern auch als Spekulation verwendet werden können. Denn es erwerben immer mehr Investoren die CDS, ohne dabei die Darlehen bzw. die Anleihen des jeweiligen Schuldners zu haben. Für die Investoren geht die Spekulation auf, sobald mit steigenden Zweifeln an die Bonität des Schuldners die Absicherungskosten immer mehr steigen. Die Investoren können dann das Absicherungspapier zum teuren Preis weiter veräußern.

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