Die IPO-Pläne von Bilfinger – Baugeschäft wird an die Börse gebracht
Das Hochtief-Unternehmen war im letzten Jahr mit dem Börsengang des Tochterunternehmens Concessions gescheitert. Der Wettbewerber Bilfinger Berger möchte es nun wesentlich besser machen und sein Baugeschäft mittels IPO abstoßen. Bilfinger Berger lernte aber von dem Scheitern von Hochtief, sodass Bilfinger Berger den deutschen Markt meidet.
Die Trennung von Bilfinger Berger Australia
Jetzt will das Dienstleistungs- und Bauunternehmen Bilfinger Berger die recht gute Stimmung an der Börse in Australien dazu nutzen, um sich von dem milliardenschweren Baugeschäft zu lösen. Der Vorstand entschied, dass man nun den Verkaufsprozess für das Unternehmen Bilfinger Berger Australia einleiten will. Ferner will man zugleich den Börsengang vorbereiten.
Der Börsengang von Bilfinger
Mit dieser Trennung will Bilfinger das schwankungsanfällige sowie riskante Baugeschäft erheblich minimieren. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will man in das Dienstleistungsgeschäft investieren, das mit großen Margen lockt. Nach den Kalkulationen von dem Vorstandschef Herbert Bodner rechnet man mit einem 3-stelligen Buchgewinn.
Die miserablen Geschäfte von Bilfinger
Aufgrund des Baugeschäfts sah die Bilanz von Bilfinger Berger in den letzten Jahren sehr miserabel aus. Denn die Firma musste sowohl für die Fehlplanungen als auch für die teuren Unfälle Verantwortung tragen. Selbst für ein Straßenbauprojekt am Persischen Golf wurden die Rechnungen von über 100 Millionen Euro noch nicht bezahlt. Der Baubereich soll mittelfristig lediglich eine Leistung von zwei Milliarden Euro einfahren – zuvor waren es noch sechs Milliarden Euro.
Australische Baugeschäft rentabler als das deutsche Baugeschäft
Wenn man das australische Baugeschäft mit der deutschen Baubranche von Bilfinger Berger vergleicht, so ist das australische Baugeschäft wesentlich rentabler als das in Deutschland. Im Jahr 2009 warf die Tochterfirma bei der Bauleistung in Höhe von 2,6 Milliarden Euro eine EBIT-Marge von circa 3 % ab. Dagegen waren es in Deutschland lediglich 2 %.
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