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Das Projekt wohnenPLUS in Nürnberg – Teil 2

am 21. Januar 2010 – 12:05Kein Kommentar

Es gibt eine „win-win-Situation“. Zum Einen werden die Senioren mit dieser Wohnvariante in das gemeinschaftliche Leben eingebunden. Sie können auf einer freiwilligen Basis die Verantwortung für die Gemeinschaft oder auch beispielsweise für einzelne Kinder übernehmen.

Die Vorteile für die Senioren

Zum Anderen können sie ihre Lebenserfahrungen im Alltag an die jungen Leute weitergeben. Dadurch können die Senioren neue Lebensfreude sowie Wertschätzung erfahren. Ferner erhalten sie eine ganz persönliche sowie ganzheitliche Versorgung durch die Gemeinschaft im Haus. Sobald ein älterer Mensch pflegebedürftig wird, wird gewährleistet, dass für diese Person sämtliche Versorgungen in der Hausgemeinschaft geleistet wird, sodass der pflegebedürftige Mensch in kein stationäres Institut umziehen muss.

Die Vorteile für die Alleinerziehenden

Ferner werden die Alleinerziehenden im Familienalltag entlastet. Trotzdem erhalten sie einen Freiraum für die sozialen Kontakte. Die Berufstätigkeit kann man mit der Familie vereinbaren. Es können weiterhin sowohl Kontakte als auch Anregungen zu weiteren Familien geknüpft werden.

Der Wohnkomplex

Im Wohnkomplex wohnen sämtliche Bewohner zusammen und es gibt dabei keinen Alleinerziehenden- oder Altenkomplex. Für jeden gibt es eine Wohnung, die nach seinen eigenen Bedürfnissen gestaltet ist. Neben den Wohneinheiten von einem bis drei Zimmern mit jeweils einem eigenen Bad und eigener Küche gibt es auch Gemeinschaftsräume zum gemeinsamen Kochen, gemeinsamer Kommunikation und gemeinsamen Musizieren. Ferner wurden alle Grundrisse sowie die Haustechnik so gut wie möglich barrierefrei oder rollstuhlgerecht gestaltet, was natürlich für die Müttern mit dem Kinderwagen und den Rollstuhlfahrern vorteilhaft ist.

Die Kindertagesstätte

Der Wohnkomplex erhält eine dreigruppige, ganztägige Kita. Hier werden sowohl die Kinder der Hausbewohner als auch die Kinder der Nachbarn betreut. Sowohl die Fachkräfte aus dem Kreis der Bewohner als auch die externen Fachkräfte betreuen die Kinder. Selbst die Senioren können auf freiwilliger Basis die Kinder betreuen.

Die besondere Lage

Bei diesem Wohnkomplex war insbesondere der enge Kontakt zu den bisherigen Nachbarn und zur Öffentlichkeit sehr wichtig. Aufgrund dessen suchten die Betreiber ein Grundstück im städtischen Gebiet und nicht auf dem Land. Somit sind die Hausbewohner in nicht einmal 15 Minuten per Fuß in der Innenstadt.

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