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Das Projekt wohnenPLUS in Nürnberg – Teil 1

am 21. Januar 2010 – 12:02Kein Kommentar

Bei diesem Projekt am Karl-Bröger-Platz in Nürnberg entstand ein Mehrfamilienwohnhaus mit einer Kindertagesstätte. Die Objektbestandteile sind sowohl ein Wohnkomplex für circa 15 Alleinerziehende und 35 Senioren mit 1- bis 3-Zimmerwohnungen als auch Räume für interne sowie öffentlich kulturelle Veranstaltungen (z. B. Konzerte, Theater, Ausstellungen und Vorträge). Ferner gehört eine eigene ganztägige Kindertagesstätte zu dieser Immobilie dazu, in welcher es drei Gruppen gibt.

Die Idee

Die Idee ist, dass fast jeder fünfte in Nürnberg der Altersgruppe zwischen 50 und 65 Jahre angehört. Bis zum Jahr 2030 wird sich natürlich diese Zahl bei einer Einwohneranzahl von 500.000 um 11.000 Einwohner steigern. Es gibt in Nürnberg derzeit circa 13.000 Haushalte, die alleine Kinder erziehen. Schon jetzt wohnt nahezu jedes viertes Kind mit lediglich einem Elternteil zusammen und die Tendenz steigt.

Der Grund für das Projekt

Ferner sind nicht genügend Kinderbetreuungsplätze – hauptsächlich für bis zu Dreijährige – vorhanden. Sowohl die Senioren als auch die Alleinerziehenden haben im alltäglichen Leben mit fast ähnlichen Problemen sowie Folgen von diesen Mängeln zu kämpfen. Somit entstand das Projekt wohnenPLUS.

Das Projekt

Der Grundgedanke des Projektes ist es, dass man die Gruppe mit den älteren Menschen und Behinderte mit der Gruppe von alleinerziehenden Personen und ihren Kindern in der Hausgemeinschaft zusammenbringt. Somit stehen fast die gleichen Defizite mit nahezu den gleichen Folgen verschiedenen Ressourcen gegenüber. Schließlich haben diese zwei Gruppen im alltäglichen Leben mit vergleichbaren Probleme (z. B. finanzielle Schwierigkeiten, Mangel an der Versorgung von persönlichen Bedürfnissen, oftmals Isolation und niedriger werdender Lebensstandard) zu leben.

Die Ressourcen der Senioren und Alleinerziehenden

Dagegen besitzen diese zwei Gruppen über verschiedene Ressourcen. Zum Einen haben viele Senioren viel Zeit. Zum Anderen stehen die Alleinerziehenden unter Zeitdruck.

Die gegenseitige Hilfe

Somit stehen bei den Senioren das Verlieren von Verantwortung und Aufgaben die ständige Überforderung der Alleinerziehenden gegenüber. Die älteren Menschen können ihre Lebenserfahrungen an die zum Teil noch unerfahreneren jungen Menschen weitergeben. Ferner steht die Mobilität der jungen Leute die steigende Bewegungseinschränkung bei den älteren Menschen gegenüber.

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