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Bayerns Projekt „Energieeffizienter Wohnungsbau“ – Teil 2

am 18. Januar 2010 – 17:07Kein Kommentar

Die Planungen sind in der Stadt Amberg recht weit entwickelt. Das hiesige Wohnungsunternehmen hatte sich mit Erfolg mit zwei Altbauten (Baujahr 1963) für das bayerische Projekt beworben. Es wohnen in den 24 Wohngen hauptsächlich ältere Bewohner, wobei das durchschnittliche Alter bei 62 Jahre liegt. Zahlreiche Bewohner leben schon seit etlichen Jahrzehnten in den Altbauten.

Die gute Informationspolitik

Deshalb sollte man eine sehr gute Informationspolitik betreiben. Deshalb gab der Geschäftsführer Josef Gerstl bereits vorab schriftliche Informationen über die Pläne an die Mieter. Er will zudem in einer Mieterversammlung in ausführlicher Form über die geplante Sanierung informieren, welche im Frühjahr anfangen soll. Der Wettbewerb gewann das Architektenbüro Walter Unterrainer aus dem österreichischen Ort Feldkirch.

Bewohner müssen Sanierungsverfahren zustimmen

Walter Unterrainer sagt, dass das Sanierungsverfahren lediglich mit einer engen Abstimmung mit den Hausbewohnern möglich sei. Bereits vor dem Architekturwettbewerb befragte das Team rund um der Professorin für Soziale Arbeit, Gabriele Franger-Huhle, die Bewohner in einer ausführlichen Form zu ihren Wünschen sowie persönlichen Lebenssituation. Diese Befragung ergab, dass die Bewohner sehr gerne in dieser Siedlung wohnen und auch offen den Sanierungsplänen der Genossenschaft gegenübertreten. Laut Franger-Huhle seien die Mieter dazu bereit, ihre Verhaltensweise zu verändern und sich zudem mit der neueren Gebäudetechnik auseinander zu setzen.

Das Ziel und das Verfahren der Architekten

Die Architekten wollen das Ziel erreichen, die Technik der Energiesparsysteme so einfach wie möglich zu gestalten. Ferner sollen die Mieter nach dem Sanierungsverfahren mit der neuen Technik vertraut machen. Der Architekt Unterrainer bezeichnet sein Verfahren „architektonische Akupunktur“, welche die Bestandsimmobilie auf einer behutsamen Weise energetisch sanieren soll. Während der gesamten Umbauzeit können nahezu alle Bewohner in den Wohnungen bleiben.

Die Veränderungen bei den Häusern

Es sind jedoch in den acht Wohnungen im Erdgeschoss große Baumaßnahmen vorgesehen, um diese Wohneinheiten ohne Barrieren zu gestalten. Dabei sollen die wenige Eingriffe am Haus die Ästhetik der Immobilien aus den 60er Jahren lediglich geringfügig verändern. Zum Beispiel verwendet Unterrainer keine Solarpanele, weil zum Einen die Dächer nicht entsprechend ausgerichtet sind und zum Anderen die Kosten dafür relativ hoch sind. Er plant dafür eine Pelletheizung sowie neue Fenster, welche dreifach verglast sind.

Die Verbesserungsmaßnahmen und Senkung der Energiekosten

Zudem sollen die schmalen Balkone wesentlich komfortabler werden. Weiterhin erfolgen bei der Dämmung der Immobilie Verbesserungsmaßnahmen. Laut Unterrainer sollen mittels der energetischen Sanierung die Kosten für die Energie um den Faktor 10 gesenkt werden. Sobald ein Jahr nach der Sanierung vergangen ist, soll gemessen werden, ob sich die geplanten Einsparungen auch tatsächlich eingestellt haben.

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