Das 3-Liter-Haus – Teil 2
Der Sonnenzyklus
Es gibt bei einem 3-Liter-Haus vier Energiezyklen. Zum Einen gibt es den Sonnenzyklus. Die Sonnenstrahlung wärmt hier an einem sonnigen Tag das Haus direkt, indem sie über die südliche Verglasung in das Innere gelangt und sowohl die Innenwände als auch den Fußboden und indirekt die Raumluft erwärmt. Anschließend wird die erwärmte Wärme der Raumluft mittels der Komfortlüftung im kompletten Haus verteilt.
Der Wärmebezug aus dem Pufferspeicher
Es gibt aber auch Tage, an denen die direkte Sonnenstrahlung fehlt und die Außentemperaturen so niedrig ist, dass man heizen muss. Man kann dann aus dem Pufferspeicher über ein besonderes Wärmeverteilsystem so manch einem Niedertemperaturheizkörper, Wand- oder Fußbodenheizung beheizen. Der Pufferspeicher kann zusätzlich das Brauchwarmwasser für Waschmaschine, Küche, Geschirrspüler und Bad liefern.
Die Atmung des Hauses
Es ist die automatische Komfortlüftung, welche immer arbeitet. Diese entzieht aus den Räumen mit einer hohen Luftbelastung wie z. B. in der Küche, im Bad oder WC, im Ess- und Wohnzimmer die warme Raumluft. Sie befördert diese über einen Wärmetauscher an die freie Luft. Der Wärmetauscher gibt die Wärme an die frische Außenluft ab, welche dann in die Räume mit einem hohen Anspruch an die Luftqualität wie beispielsweise Arbeitszimmer, Kinder- und Schlafzimmer einströmt und an sehr kalten Tagen wird die Außenluft via einem Erdwärmetauscher schon vorgewärmt.
Die Heiztage
Sobald etliche kalte und bewölkte Tage aufeinander folgen, so kommen die einige wenige Heiztage auf dieses Haus zu. Sofern eine Wärmepumpe bzw. eine Gas- oder Ölheizung eingebaut wurde, so kann man diese Tage nicht von den Heiztagen in den gewöhnlichen Häusern differenzieren. Über die automatische Komfortlüftung wird die abgegebene Wärme im Haus verteilt. Für Einfamilienhäuser sind sowohl der Kachelofen als eine Ganzhausheizung als auch Pelletöfen mit einem Wasserwärmetauscher sehr empfehlenswerte Heizsysteme.
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