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Der Trend zum Haus aus Strohballen

am 2. Januar 2010 – 13:41Kein Kommentar

Ein interessanter Baustoff für ein Haus sind Strohballen. Zunächst gab es einzelne Projekte, aus welchen nun ein Trend mit der allgemeinen Bauzulassung entstanden ist. Zwar werden seit vielen Jahrtausenden Häuser aus dem Baustoff Lehm errichtet, welchem man Stroh beigemischt hatte. Nun kommt seit ein paar Jahren die getrennte Version aus den USA in die europäischen Länder: Wände aus Strohballen, die mit Holzständern gefestigt sowie mit Kalk oder Lehm verputzt werden.

Die Vorteile des Strohballens

Zum Einen ist er umweltschonend, denn der Rohstoff bindet beim Wachsen des Getreides Kohlendioxid. Ferner stammt das Material in der Regel ohne einen langen Transportweg und großen Herstellungsaufwand von den Bauern aus der Region. Zum Anderen haben die Bauern eine weitere Einnahmequelle. Außerdem leben die Bewohner eines solchen Hauses in einem gesunden Wohnklima.

Das Weizenstroh und die Anforderungen an das gepresste Stroh

Insbesondere das Weizenstroh kommt für den Bau eines Hauses in Frage. In den letzten zwei Jahren gab es beim Preis für zwei Zentner Weizen (100 kg) Schwankungen zwischen 9 und 15 Euro. Das bei der Menge anfallende, gepresste Stroh umfasst circa einen Kubikmeter. Der Landwirt bekommt für diesen Kubikmeter 7,50 Euro, sofern er die Strohballen nach den Anforderungen der Immobilienbauer presst:

  • Dichte: von 90 bis 120 Kilogramm je Kubikmeter
  • Restfeuchte: von 16 % bis 18 %

Die zwei offiziellen Prüfzeugnisse für die Strohballen

Das erste offizielle Prüfzeugnis attestiert, dass die Strohballen in einem stark gepressten Zustand als „normal entflammbar“ kategorisiert werden. Im Baurecht ist diese Kategorisierung die Mindestanforderung. Das zweite offizielle Prüfzeugnis zertifiziert, dass die Wand aus Stroh den Brandtest zumindest 30 Minuten lang besteht. Natürlich liegt dies an dem relativ niedrigen Sauerstoffgehalt vom gepressten Stroh.

Die Wärmedämmung sowie Heizenergie

Im Vergleich zu anderen Bio-Dämmstoffen hält Stroh ebenfalls recht warm. Man kann aus Strom auch Passivhäuser bauen. Dabei benötigen sie lediglich 20 % der Heizenergie von einem Niedrigenergiehaus. Selbst der Wärmedämmwert einer 40 bis 50 Zentimeter dicken Wand aus Stroh liegt bei 0,15 W/m²K, sodass dieser die Anforderungen für die Niedrigenergiehäuser ohne Probleme erfüllt.

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