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Die Optionsanleihe

am 22. Dezember 2009 – 17:37Kein Kommentar

Die Optionsanleihe ist eine besondere Form der Anleihe. Bei dieser Anleihe hat man einen Anspruch auf Rückzahlung sowie auf Zinszahlung. Ferner verbrieft die Optionsanleihe ein Bezugsrecht für den Erwerb von Aktien.

Die Festlegung der Konditionen

Die durchschnittliche Laufzeit einer Optionsanleihe beträgt zwischen 10 und 12 Jahren. Somit gehört sie zu den langfristigen Anleihen. Sobald die Optionsanleihe emittiert wird, werden sowohl die Höhe der in regelmäßigen Abständen gezahlten Zinsen als auch der Rückzahlungspreis und die Bezugsverhältnisse festgelegt. Die Bezugsverhältnisse beziehen sich nicht nur auf das Bezugsverhältnis und den Bezugskurs, sondern auch auf die Bezugsfrist, in welcher man die Aktien erwerben kann.

Das Wahlrecht und der Handel an der Börse

Wer seine Option auf den Kauf von Aktien ausüben will, so geschieht dies unabhängig von der eigentlichen Optionsanleihe. Aufgrund von diesem zusätzlichen Wahlrecht ist der nominale Zinssatz für eine Optionsanleihe im Vergleich zu einer Wandelanleihe geringer. Die Optionsanleihe wird normalerweise börsengehandelt und sie kann über ein Aktiendepot gekauft werden. Man kann nicht nur die Optionsanleihe mit der Option, sondern auch lediglich den Optionsschein und eine Optionsanleihe ohne die Option erwerben.

Versorgung der Firmen mit Fremdkapital

Die Emission einer Optionsanleihe bietet nicht nur für den Geldanleger, sondern auch für das ausgebende Unternehmen etliche Vorteile. Die Optionsanleihe ist für die Firma eine sehr günstige Variante, um sich mit Fremdkapital zu versorgen. Im Vergleich zur regulären Anleihe erfolgen bei der Optionsanleihe geringere Zinszahlungen.

Keine Veränderung auf die Bilanzsumme und auf das Eigen- und Fremdkapital

Sollte der Anleger die Option auf die Transformation der Anleihe in Aktien der Firma beanspruchen, so hat das keine negative Auswirkung auf die Liquidität der Firma. In diesem Fall wird lediglich das Fremdkapital (die Anleihe) in das Eigenkapital (die Aktie) transformiert. Dabei erfolgt sowohl beim Saldo aus Fremd- und Eigenkapital als auch bei der Bilanzsumme keine Veränderung.

Erhöhung der Eigenkapitalquote

Ferner sorgt diese Wandlung dafür, dass sich die Eigenkapitalquote der Firma erhöht. Schließlich werden die ausgegebenen Aktien dem Eigenkapital der Firma zugeordnet. Ferner werden die eingezogenen Anleihen im Gegenzug aus dem Fremdkapital der Firma ausgebucht.

Die Vorteile für den Anleger

Die Wandelanleihe offeriert dem Anleger eine gute Kombination aus der Sicherheit dieser Anleihe sowie den Ertragsmöglichkeiten von Aktien. Sofern der Aktienkurs der Firma steigt, so kann man über den Optionsschein der Optionsanleihe eine entsprechend höhere Rendite als nur mit der Anleihe erzielen. Sobald der Aktienkurs der Firma sinkt, so kann der Optionsschein keinen Wert mehr haben. Allerdings verändern sich weder der Rückkaufpreis der Anleihe noch die Zinszahlung und der Anleger erhält immer noch eine recht gute Verzinsung.

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