Die strukturierten Fonds
Die Geldanleger wollen aufgrund des schwankenden Finanzmarktes ihr Geld sicher angelegt wissen. Anleger, die ein sehr hohes Sicherheitsinteresse haben, sollten in strukturierte Fonds investieren. Diese strukturierten Fonds sind nicht nur flexibel, sondern sie bieten auch eine hohe Sicherheit. Schließlich sind diese Fonds strukturiert wie die Zertifikate.
Die Vorteile von strukturierten Fonds
Die Investoren bekommen nicht nur vielfältige Renditechancen, sondern auch eine rechtliche Sicherheit. Dabei wird die diese Investition in Form eines Sondervermögens getrennt von dem anderen Kapital der Fondsgesellschaft gemanagt. Das Geld ist dadurch in einem möglichen Insolvenzfall geschützt. Ferner existiert hier das bei den Zertifikaten existierende Emittentenrisiko nicht und letztendlich gibt es kein Ausfallrisiko, sofern die Bank insolvent wird.
Das Prinzip der strukturierten Fonds
Die strukturierten Fonds verwenden die Investitionsmöglichkeiten von Zertifikaten, mit welchen sich selbst in fallenden oder richtungslosen Märkten Gewinne erzielen lassen. Die strukturierten Fonds legen jedoch nicht im Vergleich zu den Zertifikatefonds in Zertifikate an, sondern geben lediglich ihre Funktionsweise wieder.
Die Varianten eines strukturierten Fonds
Die Bonusfonds sind zum Beispiel so strukturiert, dass am Laufzeitende an die Investoren der anfängliche Startwert des Bonusfonds zuzüglich eines Bonus zurückgezahlt wird, sofern der Basiswert niemals unterhalb einer festgelegten Barriere (Kursschwelle) sinkt. Man kann bei dieser Anlageform eine Gewinnbegrenzung auswählen oder nicht (sog. Cap) und auf einen oder viele Basiswerte (sog. Multi-Bonus). Es gibt sogar Varianten ohne eine fixe Laufzeit (sog. Rolling).
Die Risiken
Jedoch ist der Bonusfonds auch mit einigen Risiken verbunden. Sobald die Barriere lediglich ein einziges Mal mittels des Basiswertes berührt wird, bekommt man den Bonus nicht. Die geldmarktnahen Produkte (z. B. Top-Geld-Fonds der Structured Invest) haben ein geringeres Risiko. Hier legt man den größten Anteil des Geldes in festverzinsliche Papiere (z. B. Anleihen, Festgeld, Tagesgeld) an und der restliche Teil investiert man in renditestarke Geldanlagen auf den Euro-Stoxx-50.
Die hohen Gebühren
Ein Nachteil der strukturierten Fonds sind die relativ hohen Kosten. Weil das Emittentenrisiko entfällt, müssen die Geldanleger zwischen 0,5 % und 2 % Gebühr pro Jahr rechnen. Ferner gibt es Ertragschancen, die auf den ersten Blick sehr lukrativ aussehen. Nachdem man aber alle Gebühren und Kosten abzieht, erhält man nur noch eine Minirendite.
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